soeben aufgedeckten Verschwörung: Ein Anschlag auf den Kaiser während des geplanten Festmahls sollte das Fanal eines allgemeinen Aufstands werden. Drahtzieher im Hintergrund ist Papst Innozenz, aber auch zahlreiche Männer aus seiner engsten Umgebung sind beteiligt. Er eilt nach Sizilien. Den Verschwörern lässt er die Augen ausbrennen und sie zur Abschreckung von Stadt zu Stadt zerren, bis sie am Ende mit Giftschlangen in Ledersäcke eingenäht werden. Selbst ihre Ehefrauen und Verwandten bleiben nicht verschont: Man kerkert sie lebenslang ein.  1247 auf dem Hoftag in Terni im Februar, erhebt Friedrich seinen Sohn Heinrich, dessen Mutter  Isabella von England war, zum Statthalter im Königreich Sizilien. Unterwegs in den Norden erfährt er, dass der Gegenkönig Heinrich Raspe gestorben ist. Friedrich beschließt, nach Lyon zu ziehen, um vielleicht doch eine Aussöhnung mit Papst Innozenz und die Aufhebung der Exkommunikation zu erreichen. Da wird ihm die Botschaft übermittelt, dass Parma durch Verrat an die Papstgetreuen gefallen ist. Er kehrt um und beginnt Anfang Juli mit der Belagerung von Parma. Doch kann er die Stadt im Sommer nicht einnehmen und lässt im Oktober, um die Belagerung über den Winter fortsetzen zu können, eine hölzerne Lagerstadt bauen. In Erwartung des Sieges nennt er sie Victoria. Vor dem Winter reduziert er sein Heer und belagert Parma weiter mit 1100 Berittenen, 2000 Fußsoldaten und 5000 Mann der Sarazenentruppe Parma steht zu Jahresbeginn 1248, wegen einer Hungersnot, kurz vor der Kapitulation.  Da geht Friedrich am 18. Februar, in den sumpfigen Niederungen des Taro, mit seinen Falken auf Jagd. Als die  die Sturmglocke der Lagerstadt Victoria erklingt, reitet er in Eile zurück, findet jedoch das Lager zerstört vor. Die Parmesaner hatten einen verzweifelten Ausfall unternommen, den Großhofrichter Thaddäus von Suessa und 1500 Kaiserliche getötet. Dabei erobern sie den Thron des Kaisers und seine Siegel, alle Vorräte und Waffen sowie die Bücher des Kaisers. Es ist Friedrichs schwerste Niederlage. Dann verbessert sich die politische Lage Friedrichs entscheidend, es mehren sich die militärischen Erfolge der kaiserlichen Vikare und Markgrafen: Ravenna wird zurückgewonnen, das Heer des päpstlichen Legaten der Mark Ancona wird vernichtend geschlagen und die Mark Ancona zurückgewonnen. Die abgefallenen Städte der Mark, Spoletos und der Romagna unterwerfen sich, mit Ausnahme Bolognas. Auch in der nördlichen und mittleren Lombardei, bei Verona und Parma siegen die kaiserlichen Truppen. Der französische Königs Ludwig IX. (1214-1270) wird bei seinem Kreuzzug in Ägypten gefangen genommen. Dieses wird dem Papst Innozenz angelastet, er habe mit der Exkommunikation Friedrich II. dessen Unterstützung für den Kreuzzug verhindert. Sein Kampf gegen Friedrich wird als persönliche Maßnahme durchschaut, er wird aus Lyon vertrieben. In Deutschland kann sich Konrad IV. vorläufig gegen den Gegenkönig, Graf Wilhelm von Holland, durchsetzen. 1249 im Februar, heiratet Friedrichs illegitimer Sohn mit der schwäbischen Adeligen Adelheid von Urslingen, Enzo von Sardinien, am Hoftag von Cremona eine Nichte seines Schwiegersohns Ezzelino
14